Compliance allein ist nicht die Lösung

Lehren aus dem Dieselskandal / Warum integrales Leadership entscheidend ist

Compliance allein ist nicht die Lösung
Hans-Jürgen Lenz, Coach und Berater (Bildquelle: @Balance-Beratung)

Der Eindruck, dass im Wirtschaftsleben getrickst, geschmiert und betrogen wird, breitet sich aus – obwohl sich immer mehr Unternehmen selbst umfassende Regelwerke für korrektes Verhalten auferlegen. Entscheidend sind am Ende jedoch die Qualität der Führung und die Kultur, die in einem Betrieb tatsächlich gelebt wird. Die integrale Sichtweise ist hierbei der Schlüssel für authentisches, menschliches und langfristig erfolgreiches Management.

Es sind unschöne Erkenntnisse, welche kürzlich eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zu Tage gefördert hat. Die Realität des Wirtschaftslebens hierzulande ist demnach vom hehren Bild des ehrbaren Kaufmannes weiter entfernt denn je. 43 Prozent der deutschen Manager nämlich halten derzeit Bestechung und Korruption in Deutschland für weit verbreitet. Damit hat sich die Stimmung deutlich gedreht. Im Jahr 2015 war die Wahrnehmung von Korruption noch eine ganze andere – nur 26 Prozent der Manager hielten sie damals für weit verbreitet.

Und wenn es ums eigene Fortkommen im Job geht, spielt Moral laut der Untersuchung ebenfalls oft keine allzu große Rolle. So räumt fast jede vierte Führungskraft (23 Prozent) ein, dass sie für Karrierevorteile und ein höheres Einkommen unethisch handeln würde. Dieser Wert liegt über dem internationalen Durchschnitt von 21 Prozent und deutlich über dem Durchschnitt in Westeuropa von 14 Prozent.

„Es erscheint zunächst kurios, dass einerseits das Thema Compliance in den Unternehmen hierzulande immer stärker betont wird und andererseits die Korruption und das allgemeine Misstrauen untereinander auf dem Vormarsch sind“, sagt der Coach und Führungsexperte Hans-Jürgen Lenz, Gründer und Inhaber der in Freiburg ansässigen Balance-Unternehmensberatung. „Viele Unternehmen erarbeiten umfassende Regelwerke, die ein juristisch und ethisch korrektes Verhalten der Mitarbeiter sicherstellen sollen, doch die Unehrlichkeit und unethisches Verhalten nehmen offenbar eher noch zu“, so Lenz. Prominentes Beispiel: Der Diesel-Abgasskandal beim Autokonzern VW. Im Haus war seit Jahren schon ein Compliance-Beauftragter am Werk, der Betrugsskandal fand trotzdem statt.

„Wir müssen klüger und menschlicher werden. Damit sich wirksam etwas ändert und der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern und den verschiedenen Bezugsgruppen des Unternehmens, seien es Kunden oder Lieferanten, fair und ehrlich verläuft, muss sich das Denken im Unternehmen wandeln und letztlich auch die Unternehmenskultur“, erklärt Lenz. Ein äußerst hilfreiches Instrument dabei sei das integrale Leadership-Modell und das Spiral-Dynamics-Konzept, das auf die Überlegungen des US-amerikanischen Psychologen Clare Graves zurückgeht. „Das Modell dient uns als Analysetool und Orientierungshilfe bei den nötigen Veränderungsprozessen, wenn wir Führungskräfte schulen“, sagt Lenz.

„Kommt es zu Korruption und Betrug, wie etwa beim VW-Abgasskandal, dann herrscht in dem betreffenden Unternehmen meist eine übersteigerte, schädliche Form der Machtausübung und der Selbstbezogenheit – die unschöne, ungute Seite der sogenannten roten Ebene im Sprial-Dynamics-System“, erläutert der Berater. Ausgehend von dieser Diagnose könne dann die Entwicklung hin zu einer wahrhaft integralen Führung und Unternehmenskultur beginnen.

„Wertschätzung für andere, Offenheit und Leidenschaft kennzeichnen einen integralen Leader. Wenn wir überleben wollen, benötigen wir neue Denk- und Handlungsansätze in der Wirtschaft. Ohne Win-win-Konzepte fahren wir an die Wand“, sagt Lenz. Die Führungskraft werde dabei gewissermaßen zum seelischen Gabelstaplerfahrer, der die Mitarbeiter aufbaut und ermutigt. „Wo sich Betriebe in dieser Weise wandeln, nimmt unethisches, betrügerisches Verhalten spürbar ab, das zeigen unsere Erfahrungen deutlich. Stattdessen wächst die Motivation der Mitarbeiter – und auch die Bereitschaft, mitzudenken und eigene Ideen und Vorschläge beizusteuern“, sagt Lenz. Compliance-Regelwerke hätten durchaus ihre Berechtigung, aber erst in Verbindung mit einem integralen Führungsstil entfalteten sie ihre volle Wirksamkeit.

Die Balance-Unternehmensberatung verfügt über langjährige umfangreiche Erfahrung bei der Unternehmensentwicklung, Teamentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Change-Projekten sowie bei der Konfliktbearbeitung – stets auf Basis des Spiral-Dynamics-Konzepts und der integralen Theorie. Persönliches Coaching ist ebenfalls möglich. Mehr Infos im Internet unter www.balance-beratung.de.

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